Samstag, 22. Juli 2017

Brief an mein Mäuschen (10 Monate)

Meine Mausi,

jetzt bist du schon 10 Monate alt. Dieser Monat ging allerdings langsam rum. Vielleicht liegt es daran, dass ich mich nicht mehr gegen die rasende Zeit wehre, sondern sie annehme. Ja, ich werde auf ewig die MiniBaby Zeit vermissen. Wie du einfach so auf meinem Bauch eingeschlafen bist. Wie du mich die ersten Male neugierig angeschaut hast. Wie klein du doch warst.
Aber diesen Monat ist einfach was unglaublich schönes passiert. Du hast mich umarmt. Mich. Deine Mama. Du hast die Arme um mich geschlungen und hast mich ganz fest gedrückt. Du bist eine stürmische kleine Mausi geworden. Und ich liebe das, auch wenn ich seitdem ein paar Harverluste verstreichen konnte. Es bedeutet mir so viel, dass du mir zeigst, dass du mich lieb hast. Du sitzt wedelnd mit deinen Ärmchen vor mir und willst auf den Arm. wo andere Babys die Arme hochreißen, dann wedelst du. Als ob du gleich abheben willst.
Es fällt mir immer sehr schwer, wenn ich dich mal nicht sofort hochheben kann. Dann beschwerst du dich ganz bitterlich. Ich hätte auch gedacht, dass ich es immer möglich mache, dass ich dich hochnehmen kann. Das war ein Trugschluss. Es gibt einfach Situationen, da musst du mal kurz warten.
Anfang des Monats bist du wieder zu einer Pooftante mutiert. Du hast vormittags mal schlappe 2h geschlafen und dann zum Mittagsschlaf noch mal 3h. Ich war extrem irritiert und dachte, das müßten wir ändern. Manchmal bin ich aber auch ein bißchen blöd. Immerhin habe ich dich nie geweckt, aber rum experimentiert habe ich dennoch. Dabei brauchtest du wohl einfach ganz viel Schlaf. Etwas doof war es, dass du dafür abends nicht mehr einfach so ins Bett wolltest. Im Juni hatte ich dich ja ins Bett gebracht. Du bist in meinem Arm eingeschlafen und ich konnte dich dann ins Bett legen. Das ging nun gar nicht mehr. Du warst sofort wach, egal wie lange du vorher in meinem Arm geschlafen hast.
Ich war mit meinen Nerven etwas am Ende und der Papa musste wieder einspringen. Aber auch er hatte kein Glück. Es war warm und du warst aufgedreht. Es passierte also, dass du den einen oder anderen Abend mit uns auf dem Sofa gesessen hast. Das hört sich jetzt an, als ob du das jeden Abend gemacht hast, aber es waren nur 3 ;-). Dann haben wir angefangen dich abends einfach in die Nonomo zu legen. Dort hattest du unsere Körperwärme nicht und konntest zur Ruhe kommen. Nur deine Mama hatte ganz komische Gedanken. Die Nonomo sollte doch nur für den Tagschlaf sein. Abends und nachts solltest du im Bett schlafen. So haben wir also auf biegen und brechen versucht, dass du im Bett einschläfst. Nachdem du dort auch noch rausgefallen bist, solltest du also in deinem Bett, was nun bei uns steht, schlafen. Anstatt anzunehmen, was gut funktioniert, wollte ich anderen gerecht werden. Ich war einfach doof. Wenn du in der Nonomo zur Ruhe kommst, dann ist das so. Mittlerweile nehmen wir jeden Abend so wie er ist. Wenn du in der Nonomo einschläfst, wirst du eh bald wach, weil du dich drehen willst. Sobald das passiert, bringen wir dich ins Bett und du schläfst einfach weiter. In unser Bett. Wenn du irgendwann mal in deinem Bett schlafen möchtest, dann kannst du das, aber du kleines Rödelbaby schläfst gerne bei uns und ich werde einen Teufel tun und dich da raushaben wollen.
Was du allerdings morgens nun machst, ist in deinem Bett spielen. Meist in dem Reisebett in deinem Zimmer. Während du also spielst, schlafen wir noch eine Runde, bis du dich dann meldest und du doch gerne mal mit uns in den Tag starten willst. So haben wir alle was davon. Du kannst schon um 5 spielen und wir schlafen dann doch bis 6.
Unerwähnt sollte auch nicht bleiben, dass du auch aus der Nonomo gefallen bist. Du hast es geschafft, dich zu drehen, aufzusetzen und dann nach hinten rauszufallen. Seitdem liegt einfach eine Decke darunter und sie schwebt eigentlich fast für dem Boden. Auch hier sagen böse Zungen, wie wir nur können. Das sei ja gefährlich... . Nun ja, wir haben einfach das Babyphone in dein Zimmer gestellt und sind beim ersten Anzeichen da. So läuft das gerade und ich bin sehr gespannt, was im nächsten Monat passiert.
Deinen Tagschlaf hast du übrigens wieder reduziert. Mittlerweile kommst du so auf 13-14h Schlaf am Tag. Wir haben einen halbwegs festen Rhythmus für den ich auch eine hochgezogene Augenbraue kassierte, aber hey, es funktioniert. Du schläfst zuverlässig und ich habe Zeiten, in den ich was einplanen kann. Es gibt Babys die sich den Eltern anpassen und es gibt Eltern, die sich den Babys anpassen. Beides funktioniert. Man muss nur für sich als Familie den richtigen Weg finden.

Mausi, ich kann mich nicht oft genug wiederholen, ich liebe dich du kleiner Knödel. Ich bin so unglaublich froh, dass du bei uns bist. Du zeigst mir die Welt wie sie sein sollte. Voller Freude und weniger perfekt. Du zeigst mir, dass ich mir noch so viele schöne Dinge ausmalen konnte, wie zum Beispiel, dass ich immer frisch für dich koche oder das wir ganz viel spazieren gehen, solange ich zu Hause bin. Aber für dich spielt das keine Rolle. Du isst lieber Gläschen und spielst lieber. Du machst Dinge nicht einfach, sondern denkst erst drüber nach. Du magst es nicht, wenn man auf dich zustürmt und an dir rum zerrt. DU möchtest auf die Leute zugehen und jeder, der das nicht akzeptiert, ist dir nicht geheuer. Kommen Fremde in einen Raum, guckst du, ob ich noch da bin, aber das genügt dir auch. Du musst einfach wissen, ob ich noch da bin. Die Kita wird nun das erste Mal sein, an dem ich nicht dabei bin. Ich werde arbeiten und dein Papa wird bei dir sein. Ich hoffe sehr, dass du nicht denkst, dass ich dich im Stich lasse. Ich erzähle dir zwar heute schon sehr oft, was dann passiert, aber ich weiß nicht, ob du das schon verstehst. Wir werden sehen.

Schwimmen waren wir. Das war süß, du kleine Wasserratte. An dem Tag bist du auch das erste Mal in den Liegestütz gegangen und genau 2 Wochen später standest du. Verrückt! Nun stehst du schon.
Zwar nur an einer Stelle in der Küche (dort steht momentan ein Karton), aber hey... du stehst. Mein Baby steht... .

Was diesen Monat sonst noch passiert ist? Nun du isst wieder mehr. Frühstücken tun wir zusammen. Ich esse meine Overnight Oats und du bekommst Obst mit Brei oder nur Obst oder eine Laugenstangen. Mittags vertilgst du 110g Brei und dann noch Obst. Ich traue mich nicht, das ganze Glas warm zumachen, also habe ich mich für die Nachtisch Variante entschieden. So kann es gehen, denn das schloss ich immer aus. Nachtisch fand ich doof. Nun denn, nun ist es so. Mittags gibt es noch etwas Obst oder Hirse Kringel oder wieder Lauge und abends gibt es 100-150g Brei mit Banane. Außerdem trinkst du zu jedem Schlafen noch eine 200ml Flasche. Nachts noch eine wenn wir ins Bett gehen und dann deine Nachtpulle in einem Zeitraum von 1Uhr-5Uhr :-). Also nicht planbar. Je später die letzte Flasche, desto weniger isst du morgens. Wir hatten nun auch versucht dir Brot anzubieten. Das Problem hier ist, dass wir keine Brotesser sind. Wir haben also eins für dich gekauft und den Rest dann weggeschmissen. Ich habe mir wieder Gedanken gemacht, wie wir das dann machen, wenn du abends keinen Brei mehr isst sondern mit uns. Wir essen ja abends warm und du dann  in der Kita Mittags. Aber weißt du was? Ich mache mir keine Gedanken mehr. Es wird sich finden. Jawohl. Das Brot war übrigens "ging so". Lauge ist besser. Ach und um ein Haar hätte ich vergessen, dass du Nektarinen liebst. Du hast eine Ganze verputzt (also verputzen im Sinne von auslutschen und unkenntlich machen). Danach musste ich dich abkärchern :-D.

Wir müssen uns auf jeden Fall keine Gedanken machen, ob du zu wenig isst. Du wiegst ordentlich und siehst auch gut aus. Du trägst nun nachts auch die 5er Pampers. Die 4er müssen wir nun tagsüber aufbrauchen und danach werden wohl auch die 5er von Aldi für tagsüber gekauft. Vielleicht hören dann auch die Windelunfälle wieder auf (das wäre klasse). Klamotten trägst du von 74-86. In 86 die eingelaufenen Sachen von H&M. Ansonsten ist das eigentlich noch zu groß. 74 wird aber auch von Tag zu Tag kleiner. Ich dachte wirklich, du passt da mit 1 Jahr rein. Ich hatte so ein süßes Kleid zu deinem ersten Geburtstag gekauft. Naja, muss ich wohl noch eins kaufen. So langsam mache ich mir auch Gedanken, wie wir den gestallten. Direkt am 22. werden wir im Urlaub sein. Aber eine Woche später bekommst du eine Party. Vielleicht können auch schon ein paar von deinen kleinen Freunden kommen. Hier ist das Problem, dass ihr alle nacheinander Geburtstag habt. Ich muss da mal in mich gehen, wie wir das wohl machen.

Aber erstmal habe ich noch 2 Monate. 1 Monat noch in Elternzeit und dann noch 1 Monat Urlaub. Dann gehe ich wieder arbeiten und lasse dich mit dem Papa mal alleine. Aber in unserem letzten Monat alleine möchte ich noch ganz viel machen. Gerne würde ich auch wieder jeden Tag mit dir im Kinderwagen spazieren gehen, aber leider hält du es dort nicht lange aus. Du willst dann lieber auf den Arm. Dadurch, dass wir nun auch kein Pekip mehr hatten, sind wir nun noch sehr selten spazieren gewesen. Das finde ich sehr schade. Du findest das super, denn wir spielen dafür mehr auf deiner Decke. Spielen ist hier leicht übertrieben. Ich baue Türmchen und du schmeißt sie um. Mitte des Monats fing es an, dass du nicht mehr wolltest, dass ich überhaupt aufstehe. Ich wußte aber nicht, was ich stundenlang auf der Decke machen sollte. Wir waren beide frustriert. Dazu noch das Wetter, was dieses Jahr wirklich bescheiden ist und zack, hatten wir unsere ... ich muss überlegen ... dritte oder vierte Krise. Ich brauchte eine Mami Pause. Nicht von dir, eher von mir. Ich brauchte mal ein bißchen Zeit um Dinge zu ende zu bringen. Der Papa hat sich also Urlaub genommen und viel Zeit mit dir verbracht. Gerne im Baumarkt. Ich weiß nicht, was ihr beiden da treibt, aber dir scheint es zu gefallen. Ich konnte wieder Kraft sammeln und eine Taktik, wie ich mit dir den Tag am Boden verbringen kann. Ich mache mir den Fernseher an. So passierte es also, dass wir Sex and the City zusammen guckten. Ich muss gestehen, ich werde jetzt ewig dein Gesicht in Erinnerung behalten. Du hast auf den Fernseher geguckt und gewartet, dann spielte das Intro und du hast über beide Backen gestrahlt, mich angeschaut und geklatscht. Vielleicht bist du doch meine Tochter ;-). Falls du jetzt denkst, du hättest wirklich den ganzen Tag ferngesehen, irrst du dich. Du hast nur ab und zu aufgeschaut, ansonsten bist du durch die Wohnung gekrabbelt, hast dir Bücher angeschaut und kamst immer mal wieder zu mir um mich zu knuddeln und zu knutschen. Dir hat es gereicht, dass deine Mama mit auf dem Boden saß. Leider ist aber Bücher lesen nicht drin, das zerpflückst du mir gleich und Handy mag ich nicht in die Hand nehmen. Naja und das hätte ich auch nicht lange. Alles was leuchtet möchtest du haben. Diese Tage waren bis jetzt auch nur 2, aber ich vermute, es wird noch der ein oder andere Tag dazu kommen.

Manchmal ist es besser wenn man nicht perfekt ist um vielleicht eine bessere Mutter zu sein.
Deine Mama hat dich auf jeden Fall ganz doll lieb.

Donnerstag, 22. Juni 2017

Brief an mein Mäuschen (9 Monate alt)

Meine liebe Mausi,

ich habe diesen Brief nun schon 3 Mal angefangen und doch wieder gelöscht. Du bist in diesem Monat so groß geworden. Kaum warst du 8 Monate, hast du auch schon angefangen zu krabbeln. Am 26.05 um genau zu sein. Und zum ersten Mal war ich sehr froh, dass du größer wirst. Du warst sehr unzufrieden in letzter Zeit. Rückwärts schieben brachte selten erfolg. Durch die Gegend gerollt bist du auch nicht, außer im Bett und gerobbt auch nur einmal. Es war, als ob nur krabbeln eine Option ist. Erst bist du auf deiner Decke geblieben. Vielleicht mal einen Fußbreit daneben, aber bloß nicht weiter. 1/2 Wochen später hast du zumindest den Wohnbereich erobert und nach und nach folgt der Rest der Wohnung. Aber alleine irgendwo hin krabbeln? Eher nicht. Du bleibst auch heute noch deiner Decke treu. Es wird immer deutlicher, dass du kein Draufgänger bist. Du überlegst erst, wägst die Risiken, die Gefahren ab, beobachtest und dann testet du aus. Selbst das "nein" und wegtragen von Steckdosen hast du sehr schnell verinnerlicht. Nur die Steckdose, die leuchtet, die hat es dir angetan, dass ich dich auch heute noch davon wegtragen muss. Aber hey, die LEUCHTET ja auch.

Was mir besonders viel bedeutet ist, dass du nun zeigst, wenn du auf den Arm genommen werden willst. Du sitzt dann hüpfend vor mir und wedelst mit den Armen. Ich versuche immer alles möglich zu machen, dich dann sofort hochzunehmen. Die Male, bei denen es nicht sofort klappt sind wirklich begrenzt. Mir ist das sehr wichtig, denn ich habe so lange drauf gewartet von dir Feedback zu bekommen. Meine Mausi, was soll ich sagen, es ist etwas passiert, was ich damals nie gedacht hätte. Ich war nie der Typ Frau, der nun unbedingt Mutter werden wollte. Ich habe es sogar eine ganz lange Zeit ausgeschlossen. Als wir uns aber entschlossen haben, ein Baby zu bekommen, passierte das aus ganzem Herzen. Du kannst dir immer sicher sein, dass du ein Wunschkind bist. Und auch wenn ich dir bei großem Gemaule mit der Babyklappe drohe, ich würde es nie machen, denn du bist mein Herz. Ich bin Mama. Ich bin vielleicht nicht die beste, aber ich versuche jeden Tag die beste für dich zu sein. Ich versuche dir jeden Tag zu zeigen, dass ich dich wahnsinnig liebe. Ich finde es immer sehr kitschig, wenn man sagt, man sei nun vollständig. Also ich war vorher auch schon vollständig. Aber ich werde ein leben lang froh sein, dass du mein Leben bereicherst. Also unser Leben. Du, mein kleiner Knödel, bist einfach mein ganzer Stolz. Ich bi stolz auf mich, weil ich dich geboren habe. Ich bin stolz auf dich, weil du so bist wie du bist und ich bin stolz auf unsere kleine Familie, weil es meine kleine Familie ist. Du hast uns zu einer Familie gemacht. Für immer!

Dass du angefangen hast zu klatschen ist das niedlichste, was ich erleben durfte. Du machst das, wenn du dich freust, aber auch wenn du aufgeregt bist. Ich muss so oft dran denken, wie wir zusammen auf dem Sofa gelegen sind. Du gerade frisch geschlüpft, ich noch ein wenig angeschlagen. So lagen wir da und haben gekuschelt. Jetzt, gerade mal 8 Monate danach, entdeckst du schon die Welt für dich. Kuscheln war lange Zeit überhaupt kein Thema. Du warst viel zu neugierig. Aber jetzt kommst du ab und zu an und brauchst eine Pause. Legst deinen Kopf auf mein Bein oder meine Schulter und ruhst dich aus. Meist schaffe ich es gerade mal bis 2 zu zählen und schwups, willst du wieder los. Aber hey, du kuschelst. Vielleicht kommt das ja doch noch wieder. :-D

Worüber ich mir tatsächlich Sorgen gemacht habe, ist dass ich dich hingesetzt habe. Erst saßt du immer auf meine Schoß, aber irgendwann hast du dich Bauchmuskeln so angespannt, dass du dich selbst hinsetzen konntest. Nun lag mir jemand in den Ohren, wie schädlich das doch ist und auch wenn ich mit der Kinderärztin drüber sprach, so war ich doch verunsichert. Ich laß also, dass wenn man Babys zu früh setzt, sie erst später anfangen zu krabbeln usw. Da ich dich aber nie abstützte mit Kissen. Ich dich auch nie in dieser Situation alleine ließ, hoffte ich auf das beste. Mittlerweile kannst du krabbeln, du kamst erst in den Zwischenfersensitz, dann in den Hürdensitz und mittlerweile versuchst du dich über die Seite zu setzen. Es läuft also. Du kommst auch schon in den Kniestand. Ich bin gespannt, wann du dich hinstellst. Ich gestehe, dass du dir damit echt noch Zeit lassen kannst. Mir war es nur wichtig, dass du zum Kitastart mobil bist. Aber schon wir mal. Wenn du das liest, wirst du dich wahrscheinlich wundern, über was ich mir Gedanken mache, aber so ist das als Mama. Ich möchte nur das beste für dich, bin aber auch nur ein Mensch. Ein Mensch, der so viel aus dem Bauch heraus entscheidet. Und auch wenn ich mir in so vielen sicher bin, das richtige zu machen, so gibt es auch Sachen, da bin ich unsicher.

Dein Essen ist auch so ein Thema. Ich bin überzeugt, dass wir zu früh anfingen. Du warst 6 Monate, da hast du den ersten Brei bekommen. Ich habe dir zwar auch Kartoffel und Karotte angeboten (im Stück), aber das war so gar nicht deins. Ich habe auch schön alles selbst gekocht und war dann frustriert. Du isst sehr wenig. Jetzt mit 8 Monaten frühstücken wir zusammen. Es gibt meist Obst mit etwas Getreide, dann zu Mittag ein Gläschen und Abends Getreidebrei. Getreidebrei mochtest du bis vor kurzem noch total gerne. Zwar jetzt nicht die 200g aber so 100g hast du schon verputzt. Mittags dann vielleicht nochmal 100g und zwischendurch mal Obst oder Hirsekringel. Wer die Dinger erfunden hat, gehört erschlagen. Aber du liebst sie, was soll ich machen. Momentan isst du aber gar nix. Egal Obst Stückchen oder Brei. Du willst Milch. Du hast die Menge dort auf 200ml gesteigert und das 4x am Tag. Manchmal auch 5. Es ist wie es ist, mein kleines Milchmädchen. Aber diese erstaunten Gesichert, in die ich Blicke, wenn ich sage, was du isst, die nerven.

Noch schlimmer ist nur "schläft sie denn schon durch"? Ich werde in 100 Jahren nicht verstehen, warum das anderen so wichtig ist. Echt nicht. Und was soll ich sagen, ja du schläfst durch. Machst du schon irre lange. Und wenn man bedenkt, dass du nach einer Flasche immer sofort einschläfst und dass auch schon als Durchschlafen zählt, machst du das seit deiner Geburt. Verrückt oder? Wir, dein Papa und ich, hatten mit dir ganze 10 schlimme Nächte. Nächte in den du geweint hast oder einfach wach warst und spielen wolltest. Das ist nun wirklich nicht viel.
Bis vor einer Woche bist du auch noch zuverlässig um 18:30 ins Bett gegangen und hast sehr schnell gewartet. Die Einschlafbegleitung wechselte von "Jemand muss neben dir schlafen" zu "jemand muss bis zum Einschlafen da bleiben" zu "Ich schlafe bei der Flasche ein" zu "Ich will alleine einschlafen" zu "Ich schlafe nur auf deinem Arm ein" zu aktuell "Ich will gar nicht schlafen". Daran rätseln wir gerade ein wenig, aber im Überblick schläfst du einfach super. Du bist von 3 Flaschen nachts, auf 2 gegangen und bis vor kurzem brauchtest du nur noch eine. Jetzt möchtest du gerne wieder 2. Das die erste immer dann fällig ist, wenn ich einschlafen, kannst du ja nun nicht wissen. Das mich das schlaucht ist doof, aber nicht zu ändern. Dass ich gerne hätte, dass du Abends einschläfst und morgens erst wieder aufwachst, hey, natürlich wäre das toll. Aber du schläfst gleich wieder. Eigentlich alles halb so schlimm. Was dein kleines Köpfchen allerdings seit einer Woche bewegt, das wüßte ich gerne. Du weinst ganz viel und findest abends nicht zur Ruhe. Egal wir ruhig wir dein Abendritual gestallten, irgendwas bewegt dich.
Da du morgens meist zwischen 5 und 6 (eher 5) wachst wirst, schläfst du gerne noch mal ab 8:30. Und zwar nicht mehr nur eine halbe Stunde. Nein, im Moment sind das ganze 2 Stunden. Dann ab 13:00 noch mal für 2-3h. DAS könnte etwas viel sein. Ich gestehe, ich genieße die Pausen am Tag gerade sehr und noch mehr genieße ich es, dass du danach so super Laune hast. Wir haben dann richtig viel Spaß und spielen zusammen, aber wir müssen mal schauen, ob das nicht zu viel ist.

Was gerade doof ist, dass du nicht im Kinderwagen sitzen magst. Wir kommen so kaum noch raus. Trage ist jetzt auch doof, aber da bekomme ich dich wenigstens etwas an die frische Luft und ich bewege mich etwas. Aber für dich ist das doof. Du willst krabbeln, dich bewegen und spielen. Am liebsten mit anderen Kindern. Das macht dir so viel Freude. Ich glaube, meine Bedenken bezüglich Kita kann ich ablegen. Ich denke, der Kitastart wird nur für mich eeeeecht schlimm. Ein bißchen habe ich ja noch.

Zum Abschluss möchte ich kurz noch sagen, dass du riesig geworden bist. Ich habe erst kam 18.5 die 74 Sachen einsortiert und die 62 verbannt. Die 68 passten noch, aber nun, wird alles so schnell zu klein. Ich muss heute noch dringend die 68 Sachen aussortieren. Der Papa hatte dich gestern in ein T-Shirt geschossen, bei dem ich schon dachte, ich müßte dich rausschneiden. Auch Pampers in 4+ sitzen eng. Aldi in 4 allerdings super ;-). Mein Baby, du wirst groß.

Ach meine Mausi, das ist jetzt ganz schön lang geworden, aber in diesem Monat ist auch so viel passiert. Es war ein sehr schöner Monat. Für mich einer der schönsten. Du schläfst wieder in meinen Armen ein und wenn du dann so daliegst, kann ich dich in Ruhe betrachten. Wie dein Atmen ruhiger wird. Ich kann dir über den Kopf streicheln und sagen, wie lieb ich dich doch habe und wie froh ich bin, dass du bei uns bist.

Ich liebe dich
Deine Mama

Mittwoch, 7. Juni 2017

Social Media Pause

Es tut mir wahnsinnig leid, dass ich einfach so ... ähm... abgehauen bin. Es war auch gar nicht meine Absicht, einfach nichts mehr zu sagen. Es entstand einfach aus der Situation.
Da sich aber einige von euch wirklich Sorgen machen, möchte ich kurz erklären, was da passiert ist.

Instagram
Ich war schon etwas länger genervt. Genervt vom Algorithmus, genervt von der vielen Werbung, genervt von der nicht gekennzeichneten Werbung, aber am meisten genervt von mir selbst, weil ich einfach nicht mehr die Zeit hatte meiner Timeline zu folgen.
Zu der Werbung kann ich nur sagen, dass es ja meine Entscheidung ist, wem ich folge und wem nicht. Aber es fällt dennoch unglaublich schwer jemanden zu entflogen, NUR weil er Werbung für Produkte macht. Den meisten folge ich nun auch schon ziemlich lange. Einige haben Blogs, einige nicht. Fragt mich bitte nicht warum, aber auf Blogs lese ich gerne Werbung/Produkttests. Bei Instagram ist es mir einfach zu viel. Ich erklärte es mir so, dass ich da ja nun auch mehr Personen folge. Also versuchte ich meine TL auszumisten. Wieder sehr schwer. Ich war kurz davor mich einfach ganz zu löschen. Hatte auch schon eine Texte gesichert. Dann las ich die vielen Kommentare unter den Bildern und konnte es nicht. Das war doch ich. Toffifeeee gehört irgendwie zu mir und es gibt wirklich ein paar Leute, denen gefallen meine Bilder und die interessieren sich für meine Bilder.
Dennoch fällt es mir schwer einfach wieder so was zu posten. Ich weiß noch nicht genau, was ich nun machen werde.

Blogs
Ich habe immer so gerne Blogs gelesen. Aber ich habe es komplett einstellen müssen. Mir fehlt einfach die Zeit.

Twitter
Es fehlt mir, aber hier brauchte ich dringend eine Pause. Noch dringender als von allem anderen. Ich versuche zu erklären, warum das so ist:
MiniToffi kam an 36+0 zur Welt. Mir fehlen 4 Wochen Schwangerschaft. Die Fruchtblase platzte um 5:00. "Richtige" Wehen bekam ich erst als ich eine Einlage bekam und ca 23:00 (Ich müßte mal nach den genauen Zeiten im Bericht gucken). Zwei Wehen haben mich dann aus den Latschen gehauen und ich bekam Schmerzmittel. Keine PDA. Ich habe nichts gegen PDAs. Ich frage mich bis heute, warum ich keine hatte, bin da aber irgendwie stolz drauf. Fragt mich nicht warum, ist einfach so. Morgens um 9:55 kam die kleine dann mit Hilfe der Zange auf der Welt. Diese ganze Geburt macht mich eigentlich stolz, weil ich das wirklich geschafft habe. Aber dadurch, dass eine Zange im Einsatz war, wurde ich geschnitten. Weil das nun nicht ausreichte, riss ich auch noch (3. Grades). Tja nun denn. Ich hatte 12 Wochen richtige Probleme. Also so richtig, richtig. Gut gefühlt habe ich mich nachdem ich bei einer Hebamme mit dem Laser behandelt wurde. Das war 6 Monate nach der Geburt. nun kam es aber dazu, dass ich doch noch mal operiert wurde. Und das hat irgendwas ausgelöst. Die OP verlief gut, aber danach fiel ich in ein Loch. Es kam alles hoch. Ich konnte nicht mehr lesen, dass jemand "einfach so" ein Baby bekommen hat. Einfach so aufstehen konnte. Einfach so spazieren konnte. Einfach so diesen neuen Körper annehmen konnte. Aber das allerschlimmste war, und es fällt mir sehr schwer, das zu schreiben, ich konnte nicht lesen, dass jemand einfach so schwanger war.
Ich habe tatsächlich mit meiner Schwangerschaft noch nicht abgeschlossen. Mit einfach so meine ich nicht "einfach so" schwanger geworden. Das bin ich ja auch. Ich meine, dass glücklich schwanger sein. Ich meine, bis zum Ende schwanger zu sein. Ich meine, dass es echt schwer ist, das überhaupt zu erklären. Ich habe sehr viel mit meiner Hebamme darüber gesprochen und dachte, ich sei darüber hinweg. Aber es ist nicht so. Ich wäre noch einen Monat länger schwanger gewesen und wäre somit jetzt auch noch einen Monat länger zu Hause. Es ist als ob dieser Gedanke alles andere überschattet.
Auf jeden Fall hat mich dieser Gedanke kalt erwischt. Die erste Reaktion war Rückzug, aber das klappt nicht wirklich. Erstes ist das nicht die Lösung. Zweitens fehlt mir Twitter sehr.
Das ganze kommt nun auch mit meiner ganzen Angst, dass meine Tochter keine Bindung zu mir hat, zusammen.

Zeit
Ich habe überlegt, ob ich einfach zu viel am Handy war. Auch wenn sie meist schlief. Naja, momentan habe ich auch gar nicht die Zeit dazu. Ich schreibe hier, während sie schläft. Meist Wirbel ich in dieser Zeit herum. Essen machen, aufräumen, putzen, Kinderwagentasche packen.
Es fehlt mir einfach die Zeit, alles zu lesen. Ich hatte also versucht nur das zu lesen, was mir beim aktualisieren angezeigt wird, aber mein innerer Monk findet das ganz furchtbar. Außerdem habe ich Angst was zu verpassen (hier fehlt mir jetzt der Affen Emoji, der sich die Augen zuhält).

Fazit
Ohne Twitter/Instagram geht es nicht. Bei Twitter fehlt mir der Austausch und ich bin doch ein Mitteilungsbedürftiger Mensch, der Ausschnitte seines Lebens in Form von Fotos gerne mit anderen teilt. Ich werde also mal schauen, was ich mache.

Danke fürs Lesen. Ich musste mir bei dem Text häufiger die Nase putzen als mir lieb war. Ich kann ihn mir auch nicht nochmal durchlesen, weil dann heule ich richtig und werde ihn wohl auch nicht veröffentlichen. Allerdings seit ihr ja auch keine perfekten Texte ohne Fehlern von mir gewohnt :-D. Vielleicht hilft es, dass ich es alles mal aufgeschrieben habe.

Freitag, 26. Mai 2017

Bindung

Es gibt nichts, worüber ich mir mehr Gedanken mache, als die Bindung meiner Tochter zu mir. Es sind nicht nur Gedanken, ich habe regelrecht Angst, dass sie sich nicht an mich Gebunden fühlt. Dass sie mich nicht mag.

Diese Angst hatte ich von Anfang an. Darum wollte ich alles richtig machen. Wenn ich schon nicht stille, dann muss ich in allen anderen Punkten, die eine sichere Bindung versprechen, mehr als alles geben.
Ich muss ihre Signale sofort erkennen. Ich darf sie nicht schreien lassen. Sie muss bei mir mit im Bett schlafen. Ich muss sie ganz viel tragen. So der Plan.

Und dann passierte es. Alle anderen Babys aus dem Delfi Kurs weinen, wenn die Mama mal auf Toilette geht, außer meinem. Sie guckt mich mit ihren großen Kulleraugen an, wenn ich sage, wohin ich gehe und dass ich gleich wieder da bin und dreht sich um und spielt weiter. Wenn ich wieder da bin, guckt sie kurz, was sich da bewegt, aber beeindruckt ist sie nicht. Von Freude keine Spur. Wenn der Papa abends von der Arbeit kommt, wird über beide Backen gestrahlt und mit den Armen gewedelt. Bei mir wird zumindest gelächelt. Allerdings bin ich auch nicht den ganzen Tag weg.
Habe ich etwas falsch gemacht? Oder ist es noch zu früh? Oder wird sie sowieso ein Papakind und ich bin nur Familienbeiwerk?

Ich fing an, über die Punkte nachzudenken. Habe ich immer auf ihre Signale richtig reagiert? Definitiv nicht. Noch heute, nach 8 Monaten, ist es für mich schwer zwischen Hunger und Müdigkeit zu unterscheiden. Langeweile erkenne ich auch selten, da sie sich recht gut selbst beschäftigen kann. Sie hängt dann meist Kopfüber in ihrer Spielekiste und kramt sich was raus. Oder halt alles. Sie schafft es auch, den Inhalt dann im Wohnzimmer zu verteilen, obwohl sie ja noch gar nicht krabbeln kann. Aber braucht sie mich zum spielen? Ich sitze mittlerweile gar nicht mehr so oft neben ihr auf der Decke. Eine zeitlang habe ich ja darauf gelebt. Erkenne ich also ihre Signale? Ich fühle mich nicht so. Ich würde sie gerne fragen, aber ihre Antwort wäre nur ein verwirrter Blick.

Schreien lassen habe ich sie auch. Genau 3 Mal. Ich musste den Raum verlassen, weil ich einfach nicht mehr konnte. War es das? Hat sie mir das übel genommen? Ja, ich habe sehr energisch gesagt, sie soll doch bitte endlich ruhig sein. Ich konnte nicht mehr. Das erste Mal war sie noch so klein. Sie hatte gerade getrunken und war eingeschlummert. Dann wurde sie wach und schrie und schrie. Kein Schuckeln, kein Tragen, nix half. Ich muss sie ablegen. Ich weinte, sie weinte und am Ende hatte sie einfach nur noch mehr Hunger. Mein kleines Baby hat damals Mengen getrunken, mit denen ich einfach nicht gerechnet hatte. Ein zweites Mal, ich erinnere mich nur dunkel. Kaum war der Papa da, war sie ruhig. Ich saß ich Bad und mir liefen die Tränen. Ich hatte wieder etwas falsch gemacht. Ein drittes Mal war es Müdigkeit. Sie weinte so bitterlich. Also wollte ich mit ihr raus, weil im Kinderwagen schlief sie immer ein. Aber soweit kam ich nicht. Es endete damit, dass ich mit ihr weinend im Flur saß, den Papa anrief und er sofort nach Hause kommen muss. Am Ende schlief sie auf meinem Arm ein und ich lies sie nicht mehr los. Es tat mir so furchtbar leid. Es ist mittlerweile natürlich einfacher. Sie schläft, wenn sie müde ist, zuverlässig in ihrer Nonomo oder im Kinderwagen.

Nachts schläft sie bei uns. Aber, und ich glaube, dass werde ich immer bedauern, es gab eine Zeit, da wurde ich ausquartiert. Zu recht. Ich habe die Tage nicht durchgestanden. Ich habe nachts nämlich gar nicht mehr geschlafen. Ich war immer vor meinem Baby wach und habe auf ihren Hunger gewartet und danach schlief ich auch erstmal nicht. Wenn ich überhaupt wieder schlief, dann war das kurz vor der nächsten Flasche. Somit hat der Papa in dieser Zeit beim Kind geschlafen und sich nachts um sie gekümmert. Das war noch letztes Jahr. Als sie noch ganz klein war. Da war ich nachts nicht bei ihr. Ich habe die Nächte geopfert, damit ich tagsüber fit bin. War das ein Fehler?

Und dann das Thema, was mich extrem beschäftigt. Tragen. Wie oft ich gelesen habe, dass viele ja NUR tragen. Gar keinen Kinderwagen haben. Und das das ja auch so wichtig für die Bindung ist. Ich fühlte mich wieder schlecht. Ich trage. Oh ja. Anfangs, aufgrund der Verletzungen noch nicht so viel, im Tuch. Dann mehr. Sie schlief eine Zeitlang auch nur dort ein. Das war im Dezember bzw auch noch im Januar. Dann stiegen wir um auf die Manduca. Ich hatte sie jeden Tag dort drin und habe mindestens mit ihr die Wohnung gesaugt, aber meist nich viel mehr. Meist schlief sie ein. Heute mag sie das gar nicht mehr. Hausputz ist langweilig. Es gab sogar eine kurze Zeit, da mochte sie gar nicht getragen werden. Das war richtig schlimm für mich. Mittlerweile geht es aber wieder gut, auch wenn es nicht mehr jeden Tag ist. Sie möchte zu Hause lieber spielen und wenn wir spazieren gehen, dann bin ich meist mit dem Kinderwagen unterwegs. Ist das falsch? Ich war vor kurzem bei einer Trageberatung und sie erzählte, dass sie ihren Sohn NUR getragen hat. Er hasste den Kinderwagen. Ich habe seitdem geguckt, wie viele km ich so mit dem Kinderwagen gehe. Es sind meist so 8-10. Der Rekord lag bei 12,5km. Könnte ich das Tragen? Das schlimme ist, wir wohnen an einem Berg. Das ist mit Kinderwagen schon eine Herausforderung. Aber wenn ich das Kind nun 2h-4h getragen hätte und dann den Berg hier hoch? Ich klappe schon beim Gedanken zusammen. Was ich nun aber mache, ich nehme die Trage mit. Wenn sie mal nicht im Kinderwagen einschläft, trage ich sie ein Stück, wenn sie mag. Ok, meist mache ich das momentan auf der Hüfte, da der kleine Knödel den Kinderwagen gerne schieben mag, aber immerhin. Zum Einkaufen fahren wir auch zusammen. Sie dann in der Trage. Zumindest bis sie dann irgendwann im Wagen sitzen wird. ABER war das zu wenig? Habe ich sie zu wenig getragen?

Jetzt versuche ich seit 10 Minuten eine Überleitung zum nächsten Thema zu finden, aber so richtig gelingt es mir nicht.

Mir geht es gerade nicht so gut. Ich erkenne, dass ich wirklich die schönste Zeit in meinem Leben habe. Ich habe vor 8 Monaten das süßeste Baby bekommen, was ich mir vorstellen konnte. Wir haben ganz viel gekuschelt und auf dem Sofa gelegen. Damals konnte ich das noch nicht richtig würdigen, denn ich wollte mein Baby doch der ganzen Welt zeigen. Ich wollte sie im Kinderwagen durch die Gegend juckeln und Tragen ohne Schmerzen. Aber durch die Geburtsverletzungen war ich zum Liegen gezwungen. Heute bin ich froh darum. Ich habe nicht gestillt, aber ich habe anfangs jede Flasche mit viel kuscheln und erzählen verbunden. Wir haben uns ganz tief in die Augen geschaut, bis sie dann schlief. Heute schaut sie mich meist gar nicht mehr an.

Selbst die Zeit in der ich nur gefangen unter schlafendem Kind war, empfinde ich heute als das Beste überhaupt. Damals war ich meist genervt, weil ich ständig hungrig war, nix zu trinken hatte oder aufs Klo musste. Zum Schluss war ich allerdings sehr wohl in der Lage mit schlafendem Kind auf dem Arm, die Toilette zu besuchen. Yeeeaaahh. Naja auch diese Zeit ist vorbei. Ich hätte mehr Bücher lesen sollen.
Sie schläft nicht mehr einfach so auf meinem Arm ein. Nach dieser Zeit kam aber die Zeit mit anderen Babys und anderen Mamas und MiniToffi ist so viel aktiver geworden. Sie liebt andere Kinder (also manche) und ich liebe es, sie dabei zu beobachten. Ich liebe die Zeit mit ihr. Es fühlt sich alles perfekt an. Aber es fühlt sich auch an, als ob die Zeit bald vorbei ist. Die MiniBaby Zeit haben wir längst hinter uns gelassen und es fehlt nicht mehr viel, dann ist auch die Babyzeit vorbei. Ich bekomme sie nicht wieder. Und niemals in meinem Leben hatte ich das Gefühl, als ob es das schlimmste ist, was passiert, wenn man älter wird. Wenn man weiter voran schreitet. Ich will einfach die Zeit anhalten.
Vielleicht denkt jetzt jemand, dann bekomm doch noch ein Baby. Aber so einfach ist das nicht. Mein MiniToffi wird dennoch größer.

Ich bin sicher, es wird noch mehr schöne Zeit kommen. Vielleicht sogar noch schöner, als jetzt. Aber ich kann es mir momentan noch nicht vorstellen und darum ist es momentan so schlimm.

Tja, das ist also so der Grund, warum es mir gerade nicht so gut geht. Es schwebt eine Traurigkeit über mir. Diese Traurigkeit lähmt mich jetzt nicht. Wir haben ganz tolle Tage und ich genieße jeden einzelnen Tag. Aber sie ist halt da und ich wünschte, sie wäre es nicht.


Montag, 22. Mai 2017

Brief an mein Mäuschen (8 Monate)

Meine Maus,

ich muss diesen Brief mit einem Ereignis von gestern Abend anfangen. Ich konnte kaum glauben, wie du da in unserem Bett lagst, als ich schlafen gehen wollte. Auf dem Bauch, Kopf auf dem Arm abgelegt. Genauso wie ich. Es macht mir wirklich etwas zu schaffen, dass du so augenscheinlich gar nichts von mir hast. Aber da ging mein Herz auf.
Auch habe ich ja das Gefühl, du vermisst mich nicht wirklich, wenn ich mal nicht da bin. So wie am Freitag. Da musste ich dich und deinen Papa eine ganze Nacht und einen ganzen Tag alleine lassen und so richtig gefehlt habe ich dir nicht. Es ist wirklich sehr schön zu sehen, wie wohl du dich bei Papa fühlst, aber ich verbringe doch 24h mit dir. 7 Tage die Woche. Hach ja.

Falls dir später deine Freundin mal erzählt, dass sie ja schon mit x Monaten bei Oma geschlafen hat und du ja nicht, dann nimm dir das bitte nicht zu Herzen. Es ist weder schlimm, noch besonders toll so früh außer Haus zu schlafen. Es ist wie es ist. Ich bin einfach gerne mit dir zusammen. Ich habe nicht das Bedürfnis dich irgendwem zu geben. Ich möchte die Zeit, meine Elternzeit, mit dir verbringen.
Das ist übrigens auch nichts, was ich bewußt entschieden habe, sondern was einfach so passiert ist. Ich liebe die Zeit mit dir so sehr, dass ich sie gerne mit dir verbringe. Falls dein Papa dir jetzt erzählt, dass ich dir öfters gedroht habe, dich in die Babyklappe zu bringen, dann stimmt das zwar, aber er hat immer recht, ich hätte das nie gemacht.

Manche Tage mit dir sind anstrengend. Manchmal bist du einfach motzig, weil du nicht voran kommst, aber gerne würdest. Manchmal bin ich einfach müde. Die TAGE sind anstrengend, aber du bist und warst nie ein anstrengendes Baby. Du bist ein Baby. Das süßeste Baby der ganzen Welt. Aber du bist wirklich kein anstrengendes Baby.

Aber wo wir schon dabei sind. Dieses Durchschlafen. Wir hatten da schon mal drüber gesprochen. Vielleicht hätten wir das auch nicht machen sollen, denn seit c.a. 3 Wochen willst du abends auch nicht mehr einfach so einschlafen. Du rödelst durch das Bett, dass wir immer das Gefühl haben, du machst dich bewußt wieder wach. Auch deine Schlafenszeit ist nicht mehr 18:30, sondern eher 19:00. Ich hatte ja die Wage Hoffnung, dass du morgens auch eine halbe Stunde länger schläfst, aber das ist nicht so. Du wachst zwar nicht immer zur kleinen Zeit auf, aber sehr oft früher, als wir das toll finden. Oft um 5:00, aber auch manchmal 6:30. Wenn du halb Sieben wach wirst, ist aber auch nicht mehr viel mit im Bett rumliegen. Dann willst du raus. Was erleben. Den Tag starten.
Im Bett liegen ist auch sehr übertrieben. Meist steht der Papa auf, ich stelle mich schlafend und du schiebst dich durchs Bett und guckst dir unsere Tapete an. Die ist etwas, was dich fasziniert. Sie besteht zwar nur aus Kreisen, aber die magst du total gerne. Emmi erzählst du nicht mehr so häufig von deiner Nacht, aber wenn sie dir in deiner Tour im Bett begegnet, dann wird sie überschwänglich geknutscht. Das ist immer wieder so schön zu sehen.

Wir vermuten übrigens, dass deine Unruhe von den Krabbelversuchen stammen. Denn Anfang des Monats hast du tatsächlich 9h ohne Flasche ausgehalten. Leider hatten wir davon nix, da du diese Stunden ab 18:00 gestartet hattest. Naja, aber zu wissen, dass du echt 9h durchhalten kannst hat uns schon fasziniert. Deine Oma meinte, dass wir dir doch stattdessen den Nuckel geben sollten, aber ich sage mal so, wenn ich Hunger habe, habe ich Hunger. Da will ich auch nicht an einem Plastik Teil rum lutschen.

Den Versuch die Beine unter den Po zu bekommen hast du die letzten Wochen perfektioniert. Mit 31 Wochen waren es nur die Knie, die sich der Windel genähert haben. Mit 32 Wochen hast du dann die Knie wirklich unter den Po bekommen. Mit 33 ging es dann in die Frosch Stellung und jetzt mit 34 Wochen kannst du den Po hochdrücken und sogar schon mit einer Hand was greifen. Der Papa konnte auch beobachten, dass du die Hand nach vorne gesetzt hast, aber das man dann das Knie nachzieht, um nach vorne zu kommen, hast du ihm noch nicht geglaubt.

An einem Sonntag (7.5) bist du gerobbt. Ansonsten schiebst du dich lieber Rückwärts. Anfang den Monats war es noch ein versehen. Jetzt bist du so pfiffig, dich zu drehen und dann zu schieben wohin du willst. Also du steuerst jetzt den Ort an, wohin du willst. Jetzt war auch der Zeitpunkt, an dem wir Steckdosenschutz gekauft haben. Sicher ist sicher.

Die U5 hatten wir zwar letzten Monat schon, aber ich weiß nicht mehr, ob ich was darüber geschrieben habe. Du bist 68 cm groß und normal schwer. Niemand, wirklich niemand würde denken, dass du 4 Wochen zu früh gekommern bist. Selbst jetzt, am Ende des Monats ist alles wo ich dachte, du seist langsamer als andere, vollkommen verschwunden. Du harrst etwas länger in einem Entwicklungsschritt, als vllt andere, aber das bist du. So bist du. Du willst es erst richtig beherrschen, bevor du was versuchst. Im Pekip können zum Beispiel 4 Babys krabbeln. Wir sind insgesamt 10. Und du bist nun die 5. die sich auf die Knie drückt. Das ist wirklich cool. Andererseits hätte ich auch sehr gerne, dass du länger klein bleibst. Denn, das geht mir alles zu schnell. Und das werde ich hoffentlich heute zum letzten Mal sagen. Ich hasse diesen Satz so sehr, weil er stimmt.

Es geht so schnell. Egal ob wir viel machen oder wenig. Ob die Sonne scheint oder es regnet. Die Tage ziehen nur so an uns vorbei. Ich versuche sie besser anzunehmen und zu akzeptieren, dass es gut so ist, wie es ist. Ach Schatzi, es tut mir so unendlich leid, dass ich so sehr an der MiniBaby Zeit hänge. Du warst so ein süßes, zartes Neugeborenes. Es war eine unbeschreibliche Zeit. Ich konnte mich noch erinnern, wie es war, als du in meinem Bauch warst. Jetzt verblasst das alles sehr. Ich habe auch diese Zeit damals sehr genossen. Wir lagen fast den ganzen Tag auf dem Sofa und haben gekuschelt. Du warst eigentlich immer bei mir, auch wenn du nicht unbedingt Körperkontakt zum Schlafen gebraucht hast. Ich würde diese Zeit sehr gerne nochmal erleben. Mit dir. Keinem anderen. Das Bedürfnis nach einem Geschwisterlichen, war da. Gleich nach der Geburt. Sehr verrückt. Jetzt ist es weg. Aber wer weiß, was kommt. Ich werde nie wieder nie sagen ;-). Aber eins sei dir gesagt, als Einzelkind ist es auch nicht so schlimm. Aber da sprechen wir drüber, wenn du größer bist.

Auf jeden Fall brauchtest du Nähe zum Schlafen in diesem Monat. Anfangs mussten wir um 21:00 spätestens neben dir liegen, sonst warst du wach. Nun ist es so, dass wir dich, für unsere Verhältnisse, lange abends in den Schlaf begleiten müssen. Mal funktioniert Kopf streicheln, mal Beinchen. Manchmal hilft es aber auch, dich ganz fest zu halten, dass du dich nicht immer wach wedelst. Wir testen also gerade, was dir am Besten hilft. Gibt uns etwas Zeit.

Was bei der U5 auch bestätigt wurde, dass du sehr empfindliche Haut hast. Das führte dazu, dass deine Mutti, also ich, deine ganze Kleidung nochmal ohne Waschmittel gespült hat. Und dann Sensitive Waschmittel gekauft hat, weil sonst die Karotte gar nicht raus geht. Zeitgleich haben wir deine Haut mit Mandelöl eingeschmiert und im Gesicht mit Muttermilch und Penaten. Was soll ich sagen, du hast zwar immer noch trockene Stellen und ich werde nie so ganz rausfinden, was denn nun geholfen hat, aber es ist deutlich besser geworden. Ich hoffe sehr, dass es kein Neurodermitis ist.

Bis letzten Freitag, als ich im KH war, war dein Tagschlaf so super. Du hast 1h so ab 8:30 geschlafen und dann so um 12/13 Uhr nochmal für 1-2h. Nachmittags im Kinderwagen und zack, war es ein super Tag. Seit Freitag ist alles anderes. Ich bin echt gespannt, was ich nächsten Monat schreiben werden.

OOOOH und das Beste, was passiert ist, du lachst wenn man dich kitzelt. So richtig, richtig. Ich habe noch kein Video davon gemacht, aber ich muss das dringend nachholen. Wenn es mir schlecht geht, ist das die beste Medizin. Du lachst aus tiefstem Bauch und strahlst mich dabei an. Es ist so so schön. Ich war aber auch schon  etwas übermütig. Als du so als Frosch auf dem Wickeltisch hocktest, habe ich dich unter den Armen gekitzelt und Zack, hast du dir den Kopf angehauen. Ohohoh. Mein Herz. Der Papa sagte, mir tat das mehr weh als dir. Ich hoffe, er hat recht.

Was diesen Monat auch noch passiert ist, du bist offener geworden. Anfangs musstest du erstmal von meinem Schoß beobachten. Jetzt ist es so, dass du auch schon fremde Kinder selbst anfasst. Sehr mutig bist du geworden meine kleine Mausi.

Hach ja, du wirst einfach groß. Im einem Moment drehst du dich einfach mit Schlafsack. Dann schiebst du dich durchs Bett. Dann ist dir der Kinderwagen zu doof und wir müssen mit 34 Wochen zum Buggy umbauen. Dann schläfst du einfach auf dem Bauch ein oder benutzt sogar deine Bettschlange als Kopfkissen. Dann verbringen wir die erste Nacht ohne Papa und du verlagerst deinen Pup auf den Vormittag und wir brauchen nachts keine Windeln mehr zu wechseln. Wir gehen mittlerweile zusammen einkaufen (du in der Manduca), obwohl ich anfangs sage, dass ich das lieber den Papa machen lasse. Du liebst es einfach Dinge zu erleben und da ich einfallslos bin, gehen wir shoppen :-D. Ach ja und du trägst jetzt definitiv 74. Ich vermute stark, dass du diese Größe schnell hinter dir läßt. Bis 7 Wochen hast du 50 getragen, bis 13 Wochen 56, bis 25 Wochen 62 und nun bis 34 Wochen 68. Windeln in Größe 4 trägst du seitdem du 6 Monate bist. Brei gab es auch mit 6 Monaten das erste Mal. Aber ein großer Esser bist du nicht. Egal ob ich dir Stückchen oder Brei anbiete. Stückchen schon mal gar nicht. Milch ist deine erste Wahl. Das ist ok, denn mittlerweile wird es immer mehr an Dingen, die du gerne ißt.  Ich vermute mittlerweile, dass ich deine Zeichen falsch gedeutet habe und bis 7 Monate hätte warten sollen. Nun denn, du wirst mir das bestimmt verzeihen. Wasser trinkst du allerdings richtig gerne.

Mausi, wir haben jetzt noch 3 Monate alleine und dann noch einen Monat mit dem Papa. Dann gehe ich wieder arbeiten. Ich hoffe so sehr, du findest es in der Kita toll. Ich bin mehr als froh, dass 2 deiner Freunde, dort auch hingehen. Ich möchte so sehr, dass du glücklich bist. Ich möchte ein schönes Leben für dich. Ich möchte, dass du alles erreichst, was du dir wünschst.

Mausi, ich werde immer für dich da sein. IMMER. Ich habe dich sehr lieb, mein kleiner Knödel!


Deine Mama

Donnerstag, 11. Mai 2017

Ein Leben ohne Babyschale

Als ich schwanger bei Twitter schrieb, dass wir keine Babyschale haben und auch keine kaufen würden, wurde ich mit unglaublich vielen Fragen konfrontiert, auf die ich nur theoretische Antworten hatte. Wie sollte ich damals schon wissen, ob mein Plan aufging. ICH weiß noch, dass ich auf der CTG Liege lag und versprach, dass ich auf jeden Fall berichten werde, ob es funktioniert und wenn ja wie.

Vorweg muss ich aber sagen, dass wir in zwei Situationen eine Babyschale brauchten und ich sie einmal zum Testen beim Einkaufen dabei hatte. Wie soll ich bitte auch über etwas berichten, was ich gar nicht getestet habe.

Situation 1: Wir brauchten eine Babyschale als wir das Krankenhaus verließen. Nicht etwa, weil es das Krankenhaus verlangte, sondern weil der Sitzverkleinerer für unseren Autositz (Cybex Sirona) noch nicht eingetroffen war. MiniToffi hatte es ja besonders eilig und kam 4 Wochen zu früh. Der Einsatz lag im Briefkasten, als wir nach Hause kamen. Nun denn... . Im Vorfeld wurde ich aber gewarnt, dass es sein kann, dass das KH uns nur gehen läßt, wenn wir eine Babyschale dabei hätten. Nun, es hat niemanden interessiert, wie wir das Krankenhaus verlassen haben. Ich hätte die Kleine auch im Tuch transportieren können. Geplant war übrigens der Transport im Kinderwagen bis zum Auto. Irgendwie hatte ich wohl schon im Gefühl, dass das mit dem Tragen aufgrund der Geburtsverletzungen nicht ganz so gut gehen würde.

Situation 2: Wenn ich schon über "braucht man wirklich eine Babyschale" berichten möchte, dann hielt ich es für Sinnvoll sie auch im Alltag mal zu testen. Ich entschied mich dazu, sie beim Einkaufen zu testen. Der Mann und ich legen unser Baby also in die Schale und ... sie schrie wie am Spieß. Ich weiß bis heute nicht, warum das so war. Aber sobald der Po die Schale berührte, schrie sie. Ich war ja schon wieder bereit, dass Experiment abzubrechen, da schnappte sich der Mann die Schale und packte sie ins Auto. Da wir ja nur die Schale geliehen hatten und nicht die Base, war das anschnallen für mich umständlich. Liegt aber an unserem Auto ;-). Im Supermarkt mussten wir nun zwei Wagen nehmen, da die Schale ja meinen fast ausfüllte. Diesen Wagen, wo man das Baby oben drauf stellte, waren mir nicht geheuer. Auch wenn man die Schale anschnallen kann, im Wagen war mir das Kind lieber. Sie war in der Zwischenzeit zwar eingeschlafen, aber kaum den Laden betreten, fingen die Leute schon an den Kopf in den Wagen zu stecken. Ansicht stört mich das nicht. Zumindest beim Kinderwagen. Hier wurde sie regelrecht wachgeguckt. Als sie die Augen aufmachte, sah man richtig, wie die Kleine überfordert war von dem vielen Licht. Es dauerte nicht lange und sie nöckelte vor sich hin. Bis zu den Kassen fing sie an zu schreien und dann drehte sie richtig auf. Nein, das war kein schöner Einkauf.

Zu Situation 3 möchte ich später kommen.


Warum willst du keine Babyschale?

Meine Freundin hat meinen Patenjungen immer in einer transportiert. Es war eine sehr schwere Ausführung und jedesmal wenn ich den kleinen hatte, habe ich mir fast einen Bruch gehoben. Außerdem ist mir diese Buckelei ins Auto so hängen geblieben. Ich fuhr aber auch Mini. Drei Türen. Sollte man nun auch nicht als Maßstab sehen. Bei der Lieben Emma laß ich vor Jahren schon, dass sie keine Schale hatte und damit prima zurecht kam. Also dachte ich mir, das Geld kannste sparen. (Nein darauf wäre es nicht mehr angekommen und es war auch nicht der Grund. Wir haben wirklich jeden Babykram angeschafft, den man so anschaffen kann. Außer einer Babyschale, einem Laufstall und einer Babybadewanne).

Fahrt ihr kein Auto?

Doch! Und zwar ein sehr schickes, wie ich finde. Aber kein Familienwagen. Wir fahren einen Mercedes CLA. Den Kindersitz hatte ich allerdings schon vorm Auto ausgesucht. Es sollte der Cybex Sirona werden. Da man den zur Seite drehen kann, macht es das Anschnallen des Babys viel einfacher. Außerdem kann er auch vorwärts gerichtet genutzt werden. Wir möchten zwar, dass MiniToffi so lange rückwärts fährt, wie es geht, aber man weiß ja nie. Sie hat diesen Sitz super angenommen. Wir hatten nie wirklich Geschrei im Auto. Wenn sie weinte, dann weil sie nicht in den Schlaf fand, oder Hunger hat. Beides kam sehr selten vor. Also zumindest im Auto. Wir haben zwar ein Kind, was selten weint, aber ab und zu macht sie es dennoch ;-). Sie liebt das Auto fahren in ihrem Sitz. Mittlerweile schaut sie sich auch gerne mal die Gegend an und spielt mit ihrem Spielzeug. Es ist einfach entspannt. Ich denke zwar, dass wir einfach ein Kind haben, was gerne Auto fährt, aber so ein bißchen liegt es vllt auch am Sitz.

Und wie transportiert ihr sie dann?

Im Kinderwagen bzw in der Trage/im Tuch. Bei Ausflügen ließ sie sich leicht schlafend vom Sitz in den Kinderwagen legen. Sie schlief einfach weiter. Wenn wir keinen Kinderwagen dabei hatten, habe ich mich anfangs auf die Rückbank gesetzt und sie in das vorgebundene Tuch gepackt. Dann schlief sie auch sofort weiter. Hier kann ich sagen, dass es schon etwas schwieriger war, auf der Rückbank, in unserem Auto, ein Baby in ein Tagebuch zu packen, dabei auch noch die Jacke anzubehalten und sich nicht zu stoßen. MiniToffi ist im September geboren und wir haben das den ganzen Winter so gehandhabt. Gott sei dank ist das Wetter nun schöner. Ich kann mir momentan die Manduca vorm Auto umschnallen und nehme dann das Baby vom Sitz in die Trage. Keine Jacken mehr, keine Kopf Gestoße. Aber hey, ich wollte das Auto, also war das auch vollkommen ok für mich.

Was macht ihr, wenn sie im Auto eingeschlafen ist?

Anfangs, als MiniBaby konnte ich sie ins Tuch nehmen ohne das sie aufwachte. Mittlerweile sitzen wir aber im Auto und warten, dass sie wach wird. Meist dauert es nicht lange. Kaum steht das Auto wacht sie eigentlich auch auf. Ich kann leider nicht sagen, ob sie in einer Babyschale weiter geschlafen hätte, aber ich vermute fast nicht. Es ist auch so, dass sie aufwacht, sobald der Kinderwagen anhält.

Was machst du beim Babyschwimmen?

Ich mag schwimmen nicht sonderlich, darum wollte ich auch nie Babyschwimmen machen. Wird hier auch momentan gar nicht angeboten, darum muss ich mir auch keine Gedanken drum machen. Eine Freundin sagte mir,  dass es aber auch mit Babyschale ein großer Akt ist. Wie gesagt, ich kann dazu nichts sagen. Der Mann und ich wollen bald mal schwimmen gehen. Vielleicht versuche ich einfach mal zu testen, was ich machen würde, wenn ich alleine bin.

Was machst du beim Einkaufen?

Damals war meine Antwort: Der Mann kauf hier ein und ich will das auch gar nicht ändern. Bis vor 3 Wochen stimmte das sogar. Aber mittlerweile ist mein Baby so groß (buhuuuu), dass sie was erleben will. Also bin ich aus purer Verzweiflung einkaufen gefahren. Ich nehme die Kleine dann in die Manduca und  sie findet es so spannend. Wenn es ihr aber dann doch zu viel wird, dreht sie den Kopf einfach zu meiner Brust und schläft eine Runde. Ich habe es sogar geschafft mit ihr in der Trage eine Palette Milch unter den Einkaufswagen zu bekommen und eine Kiste Bier in den Einkaufswagen. Ich würde sagen, mein Beckenboden ist fast wieder der Alte - Tschaika! (Den Mann schicke ich übrigens auch mit Baby einkaufen. Er selbst hat sich die Ergobaby geliehen und ... naja, liebt es wäre übertrieben. Es ist anstrengend, keine Frage.

Was machst du bei Arztbesuchen?

Ich gehe meist mit dem Kinderwagen zu den Ärzten. Unsere Kinderärztin ist c.a. 20 Minuten von uns entfernt. Da lege ich die Kleine einfach in den Wagen und zwitscher los. Es gibt dort einen Aufzug und man kommt ganz locker in die Praxisräume. Der Wartebereich gleicht zwar oft einer Ausstellung an Kinderwagen, aber bis jetzt hat noch jeder seinen Platz gefunden. Der Kinderwagen kann sogar mit in den Behandlungsraum genommen werden, was es sehr praktisch macht, wenn ich mal wieder alleine dort bin. (Oft schleppe ich aber den Mann mit. Irgendwer muss mich ja auch trösten, wenn ich weine, weil das Baby weint.)

Was machst du beim Frauenarzt?

Der erste Termin war gleich nach dem Krankenhaus, weil ich Schmerzmittel brauchte. Hätte ich alleine fahren können, hätte ich die beiden zu Hause gelassen. So haben sie im Auto gewartet. Leider war das auch bei der Nachsorge der Fall. Es dauerte jetzt etwas bis ich wieder Autofahren konnte. Vor einer Woche war ich dann zur Routineuntersuchung. Ich hatte einfach das Baby auf der Hüfte und eine Decke mit. Vorher hatte ich die Versicherten Karte schon in die Hosentasche gesteckt, so brauchte ich nur eine Hand. Im Behandlungsraum hätte ich sie dann auf eine Decke gelegt, aber sie wurde von einer Sprechstundenhilfe einfach entführt. Total süß hat sie sich die kurze Zeit um sie gekümmert <3.

Was machst du bei anderen Ärzten?

Beim Zahnarzt war ich zwar noch nicht, aber da ist auch ein Fahrstuhl. Könnte ich also mitnehmen. Beim Hausarzt könnte ich sie auch mitnehmen. Da muss ich zwar mit dem Auto hin, aber der Parkplatz ist direkt davor. Ich muss keine Stufen steigen und hinlegen könnte ich sie auch. ABER da will ich sie nicht mit hinnehmen. Immer wenn es geht, lasse ich sie lieber beim Papa. Ich versuche die Termine so zu legen, dass er auch da ist. Vor kurzem hatte ich einen Termin beim Hautarzt. Er ist einfach etwas später zur Arbeit gegangen. Dabei kam aber raus, dass mir ein Leberfleck weggeschnitten werden muss. Zu einer OP könnte ich die kleine eh nicht mitnehmen, also musste wer aufpassen. Zwei Wochen später musste die Fäden gezogen werden. Anstatt den Montag, wollte ich, dass sie schon am Donnerstag gezogen werden. Der Mann war da und nahm die Kleine. Tja, was soll ich sagen, machen sie nicht. Genau 2 Wochen, aber nicht eher. Da stand ich nun vor einem Problem. In der Woche war der Mann nicht nicht da. Lustigerweise auch kein anderer, also musste sie mit. Diese Praxis ist die einzige, die man nicht mit Kinderwagen erreicht. Ich frage mich, was die ganzen Rollstuhlfahrer machen.... ? Ich hätte den Wagen vor der Tür stehen lassen können und sie dann mit hochnehmen, ABER in dem OP kann ich sie nicht ablegen. Es kam zu Situation 3. Ich nahm das Kind in der Babyschale mit zu dem Termin. Es war eine ganze schöne Schlepperei. Alternative wäre gewesen zu warten bis jemand auf passen konnte, aber ich Schisser hatte Angst, dass die Fäden einwachsen oder sowas.

Was machst du, wenn du Freunde besuchst?

Da muss ich immer noch etwas schmunzeln. Ich hatte mir überlegt, dass ich mir noch eine Wippe zulege, in die ich sie dann reinlege. Ich wurde gefragt, wie ich mir das vorstelle. Das alles zu schleppen. Mit Baby auf dem Arm. Ich musste dann Lachen, weil ich doch hoffte, dass meine Freunde jetzt nicht am Fenster stehen und mir Packesel zugucken, während ich versuche, das alles zu schleppen. Und am Ende war es so, dass ich die paar Male, als ich ich die Wippe mitschleppte, immer erst alles andere ins Haus trug und dann das Baby holte. Mittlerweile nehme ich die kleine und die Wickeltasche und das war es. Sie schiebt sich eh über den Boden, da hat sich eine Krabbeldecke nun echt erledigt. Ich kenne nun ja auch ihre Schlafenszeit, darum fahre ich erst los, wenn sie geschlafen hat. So muss ich sie nicht wecken.

Was mir noch wichtig ist. Ich habe hier das Rad nicht neu erfunden! Ich hatte lediglich damals gesagt, ich werde von MEINEN Erfahrungen berichte und das mache ich hiermit ;-). Ich vermisse die Babyschale nicht wirklich. Und vielleicht habt ihr ja Ideen, was ich in meinem Hautarzt Fall hätte machen können :-D.

Angekommen....

Oh Gott! Wieder so eine Frau. Kaum ist sie Mutter geworden schreibt sie was vom Sinn des Lebens oder vollständig zu sein oder blablabla.... .

Jepp, könnte ich :-D. Mache ich aber nicht. Vielleicht trifft "angekommen" gar nicht das, worauf ich hinaus will. Das ich glücklich bin, also so wirklich, schrieb ich ja schon mal. Worauf ich aber hinaus will ist folgendes:

Anfang 20 hatte ich einen Freund. Es war klar, wir bekommen Kinder (oder nur eins? Ich weiß es nicht mehr). Mit 27 wollte ich Mutter sein. Ich wollte schnell wieder arbeiten gehen und Karriere machen. Ich hatte diese Vorstellung von mir, dass ich mit Kostümchen, hohen Hacken, einer feschen blonden Kurzhaar Frisur, einem Coffee-to go Becher und meinem Blackberry jongliere und Termine koordiniere. Morgens das Kind in die Kita bringe und dann in Windeseile ins Büro sause, weil ich ja so richtig wichtig bin. Natürlich gehörte zu dieser Vorstellung auch eine loftartige Wohnung und ein schickes Auto. Ist klar, oder?

Der Freund ging, ein anderer kam. Dieser sagte mir nun, dass er mit MIR schon mal keine Kinder haben möchte, denn ich würde eine schlimme Mutter werden. Ich glaubte es. Führte dazu, dass ich in meiner Vorstellung zwar immer noch auf hohen Hacken rumlief, aber ich hatte keine Kinder mehr an der Hand.

Dieser Freund ging dann auch und es folgte lange Zeit keiner. Ich versuchte weiterhin auf hohen Hacken meinem Idealbild von mir nachzueifern. Sehr lange. Dieses Bild hatte sich so unglaublich tief in mein Hirn gegraben.

Nun denn. Es trat der Mann in mein Leben. An meinem 30 Geburtstag hat er mir gesagt, dass er sich in mich verliebt hat. Ab da begann sich mein Leben schleichend zu ändern. Aus den blonden kurzen Haaren wurde lange braune. Oder dunkelblond. Ich bin mir nicht sicher, was die Farbe angeht. Ich weiß nur, dass sie seit geraumer Zeit grau werden. Pfffff. Die hohen Hacken wichen sehr schnell flachen Schuhen. Das Kostüm gab es nie, aber schicke war ich irgendwie. Dann wurde die Jeans und ein T-Shirt zu meinem "Kostüm". Selbst diese Veränderungen sind so schleichend passiert, dass es mir nicht auffiel. Besagte Karriere gab es zwar nie, aber der Druck, den ich mir selbst machte, genau diese zu erreichen.

Als ich schwanger wurde, war ich davon überzeugt wieder Vollzeit arbeiten zu gehen. Auch sollte der Papa so viele Monate zu Hause bleiben, wie es nur geht. Ich wollte schnell wieder an besagter Karriere basteln. Auch die Geburt und die ersten Monate änderten noch nichts an diesem Gedanken. Bis ich dann am 07.03. (ich merke mir sowas komischerweise immer) spazieren ging. Ich hatte gerade der Firma bestätigt, dass ich Vollzeit wieder komme. Aber irgendwas stimmte nicht. Ich fühlte mich unwohl. Und während ich so vor mich hin grübelte (ich hoffe immer, dass ich dabei keine Selbstgespräche führe), wurde mir klar, dass ich wirklich jahrelang etwas versuchte zu erreichen, was mich gar nicht glücklich macht. Was ich gar nicht bin. Ich bin nicht die Business Frau, die es schafft Kind und Karriere unter einen Hut zu bekommen. Ich bin nicht diejenige, die mit Kaffeebecher in der einen Hand und (mittlerweile) iPhone in der anderen versucht Termine zu koordinieren. Die im Büro am besten noch eine Führungsposition hat. Das bin ich alles nicht.

Ich bin Toffi, die zukünftig mit ihrem Kaffeebecher zur Firma geht und einfach arbeitet. Die um 12:00 Feierabend machen, wird um ihre Tochter aus der Kita abzuholen. Die sich nicht umziehen muss, wenn sie dann auf den Spielplatz geht, weil sie eh Jeans und T-Shirt anhaben wird. Die nicht mehr verbissen versucht irgendwas zu erzwingen, was sie gar nicht ist.

Das ganze hört sich wirklich bizarr an. Wie kann man so lange nicht merken, dass man nicht derjenige  ist, der man versucht zu sein? Wieso denkt man, dass man unbedingt Karriere machen muss? Spätestens wenn es Job mäßig so hin und her geht, wie bei mir, könnte man ja drauf kommen, dass da irgendwas schief läuft. Aber nein. Ich hatte so eine feste Vorstellung von mir, wie ich zu sein habe, dass ich nicht drauf kam.

Die Firma hatte nun "nur" einen Halbtagsjob für mich. Einen wirklich, wirklich guten. Nach nur 3 Wochen suchen. Was hat man in dieser Firma schon alles gesucht für mich. Es hat immer ewig gedauert. Und nun so schnell? Ich hatte Tränen in den Augen, als man mich anrief. Es war, als fiele ein großer Stein von meinen Schultern.

Ich weiß nicht, was in 2 Jahren ist. Ich weiß auch nicht, was in 10 Jahren ist. Hey, vielleicht passen mir Kostümchen irgendwann. Jetzt gerade sind sie viel zu eng für mich.

Samstag, 22. April 2017

Brief an mein Mäuschen (7 Monate alt)

Ach meine liebe Mama,
Jetzt haben wir schon Mai und du hast immer noch nicht in die Tasten gehauen. Ich bin doch schon am 22.04 7 Monate alt geworden. Mama, das ist auch gar nicht schlimm. Guck mal, je größer ich werde, desto mehr können wir miteinander machen. Das ist doch auch schön. Sei nicht traurig, dass ich so schnell wachse und die Tage nur so fliegen. Naja und so richtig gewachsen bin ich doch gar nicht. Ich passe immer noch in die gleichen Sachen, wie auch schon zu Weihnachten. Nur weil dieser eine Strampelanzug in 68 zu kurz war, heißt das nicht, ich bin gewachsen. Das Teil ist einfach eingelaufen. Vielleicht solltest du trotzdem mal die Kleidung in 74 sortieren. Nur zur Sicherheit. Nicht das wir da was schönes verpassen. Windeln in Größe 4 werde ich wohl jetzt auch etwas länger tragen. Diese xs vom Anfang waren schon echt winzig. Mein Pöppes ist vielleicht doch etwas größer geworden. Aber nur etwas.

Neuerdings fragst du mich immer wieder, ob heute nicht eine gute Nacht wäre um durchzuschlafen. Dieses Durchschlafen musst du mir noch mal erklären! Schläft man da wirklich von 18:30 bis morgens um 5:00 ohne aufzuwachen? Aber wie gucke ich denn dann, ob ihr noch da seid? Und was ist, wenn mein Bauch knurrt? Den kann ich doch nicht einfach ignorieren. Ich musste über das ganze jetzt ein, zwei Nächte nachdenken. Ich habe das mit mir ausgemacht und bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich vllt doch weiterhin einfach mal gucke, ob ihr noch da seid. Dabei könnte ich unter umständen ja was trinken und dann schlafe ich einfach weiter. Das ist doch fast wie durchschlafen. Vielleicht möchte ich nachts auch einfach ein wenig kuscheln. Guck mal, Papa ist ja tagsüber nicht da. Ich finde das wirklich ganz schön mit ihm dann nacht ein wenig zu kuscheln. Naja, aber ich behalte dieses Durchschlafen mal im Hinterkopf. So schlecht hört sich das ja nun auch nicht an. Mal gucken.

Hast du eigentlich gesehen, dass ich in diesem Monat ganz oft auf dem Bauch gelegen habe? Ich habe dann sogar den Kopf zur Seite abgelegt. Aber so ein Bauchschläfer bin ich nicht. Ich lege mich lieber auf die Seite. Mittlerweile kann ich das sogar richtig? Hast du das gesehen, Mama? Ich lege nicht mehr nur den Arm über die Brust, ich liege nun wirklich auf der Seite. Das ist so bequem. Dieses Drehen ist so super praktisch. Man sieht ja viel mehr, wenn man auf dem Bauch liegt. Nur warum ich immer nach hinten vorwärts komme, weiß ich nicht. Ich würde so gerne nach vorne, aber irgendwie klappt das nicht. Ich muss im Pekip da noch mal besser aufpassen. Vielleicht können die das ja. Ach ich gucke mir das einfach mal an.

Aber Mama, wir müssen nun auch mal ein ernstes Wörtchen reden. Wenn ich ne Schnute ziehe, heißt das ganz klar, ich will das gerade nicht. Ich mag das nicht. Ich will weg. WARUM rettest du mich nicht?
Ich meine, lieg du doch mal auf dem Boden und dann kommt ein krabbelndes Baby an und du kommst nicht weg. Hilfe! Versprich mir, dass du besser aufpasst, ja? Ich brauche dich doch. Von deinem Schoß aus beobachte ich die anderen wirklich gerne. Mama, vielleicht zeige ich das noch nicht so deutlich, aber ohne dich geht das noch nicht. Ich muss einfach wissen, dass du da bist. Oder Papa. Ich brauchte euch diesen Monat sowieso mehr. Abends viel es mir ja schon schwer einzuschlafen. Aber ihr wart immer da und habt mich in den Arm genommen. Habt mir was vorgesungen. Ich glaube, ich seid schon toll.

Der Papa ist ja auch schon beeindruckt, dass ich mir nun die Füße in den Mund stecken kann. Ich habe das auch lange geübt. Mittlerweile geht das richtig gut. Ich bin eine sportliche Mausi. Außerdem lerne ich ja nun auch ziemlich schnell. Da knall ich einmal mit dem Kopf auf die Fließen und mache das danach auch nicht mehr. Autsch, das tat aber auch weh. Als du mich dann hochgenommen hast, musste ich erstmal meinen Kopf an deiner Schulter ablegen. Der war so schwer geworden. Du fandest das aber besonders schön und hast mich ganz doll gedrückt und abgeknutscht. Das abknutschen ist sowieso toll. Ich weiß gar nicht, warum ich das am Anfang nicht mochte. Wenn du mich hinter dem Ohr küsst, muss ich auch richtig doll lachen. Auch wenn du mich kitzelst. Das ist ja auch komisch, dieses kitzeln.

Apropos komisch. Dieses Bücherlesen verstehe ich noch nicht so ganz. Heißt das nicht, man steckt sich das Buch in den Mund? Immer wenn ich das versuche, dann nimmst du mir das Buch weg. Auch zeigst du, wenn du mir was erzählst immer auf diese Bilder im Buch. Das ist sehr verwirrend für mich.

Momentan finde ich das Tragen auch eher doof. Also das in der Trage. Das auf der Hüfte ist super. Da sehe ich richtig viel. Ich klammer mich nun auch richtig fest mit den Beinchen und Armen. Ist aber auch mehr zur Sicherheit, dass du mich nicht wieder ablegst. Ich mag das im Moment nicht, wenn du nicht ganz nah bist. Ich komme auch gerne mit auf Toilette oder in den Keller. Kein Problem. Ich bin da flexibel. Das mit der Trage ändert sich vielleicht auch wieder. Aber ich kann nix versprechen. Aber das mit der Babywanne vom Kinderwagen geht ja nun auch wieder. Ich liege da eigentlich ganz gerne  drin und schlafe. Da wird man so schön gerüttelt. Aber die Nonomo ist auch schön. So um 9:00 und um 12:30 schlafe ich da ja nochmal drin. Meist für ne Stunde. Manchmal mehr, (wenn ich nicht soll, weil wir was vorhaben) manchmal weniger (wenn du gerne noch was in Ruhe erledigt hättest). Jepp, ich rieche das :-D. Dieses zurück drehen von Bauch auf Rücken kann ich nun auch. Aber so dolle ist das ja nicht, oder? Übersehe ich da was? Ich würde ja gerne Krabbeln. Das ist doc besser.

Was ich diesen Monat übrigens schön fand, dass wir auf dem Sofa geschlafen haben. Das Pickten muss nicht unbedingt sein davor. Aber das auf dem Sofa schlafen fand ich super.

So Mama, so schlimm war das nicht, oder? Nächsten Monat machst du das aber wieder. Ich vergesse doch sonst was.

Ich habe dich lieb!
Deine Mami